zoë verputzt Innenwände und Decken mit Lehm.

Echte Lehmputze werden aus rein natürlichen Bestandteilen hergestellt, ihre Oberflächen sind von natürlicher Ästhetik, diffusionsoffen und atmungsaktiv. Ihre Fähigkeit, Luftfeuchtigkeit zu puffern, wirkt sich auf das Raumklima nachweislich positiv aus. Lehmputze geben keine chemischen Schadstoffe an die Raumluft ab. Im Gegenteil, sie binden sogar Gerüche. Lehmputze haften auf allen bauüblichen Untergründen. Sie sind sehr robust und dauerhaft. Sollte doch einmal eine Reparatur notwendig werden, kann das Material problemlos mit reinem Wasser angelöst und ergänzt werden. Dies zeichnet Lehm von allen anderen Baustoffen aus. Eine Beschichtung mit Lehmunterputz und -oberputz ist üblicherweise etwa 8 bis 15 mm dick. Sie kann so belassen oder mit farbigen Lehmedelputzen oder einem farbigen Lehm-Anstrich weiterbearbeitet werden.

zoë circular building gmbh vertreibt und verarbeitet seit 2018 die Produkte des führenden deutschen Lehm-Herstellers CLAYTEC in der Schweiz. Lehmputze von CLAYTEC sind genormt (DIN Norm 18947) und zählen zu den besten auf dem Markt.

YOSIMA von CLAYTEC ist repräsentative Innenraumgestaltung mit ausgesuchten Tonerden, von elegantem Weiß bis zu einem lebhaften Rot. Für die ganz persönliche Traum-Oberfläche steht eine Vielfalt von 146 sorgsam komponierten Farbtönen zu Verfügung. Sie resultieren aus der Mischung der reinen Rohtone: YOSIMA ist nicht „gefärbt“ sondern pur, es werden weder Farbstoffe noch Pigmente zugesetzt. Standard ist der 2 mm dicke Lehm-Designputz, mit Lehm-Farbspachtel lassen sich ganz glatte Oberflächen erzielen. Für Anstriche bietet sich das CLAYFIX-Lehm-Anstrichsystem an.

Anwendungsbeispiel Lehmputz: revendo-Shop Basel Theater

Photos: Thomas Dimov

Boden, Wände und Decke der neuen revendo Filiale am Steinenberg in Basel wurden fast komplett mit Lehm gestaltet. Die warmen, natürlichen Farbtöne der YOSIMA Lehmputze und der Sandsteinmauer bilden zusammen mit dem an der Wand im Eingangsbereich und beim Kassenkorpus verwendeten Altholz und dem hellen Holz der übrigen Möbel einen schönen Kontrast zu den Smartphones und Computern. Besonders auffallend ist auch das ungewöhnlich angenehme Raumklima, welches von der Eigenschaft der Lehmputze herrührt, die Raumluftfeuchtigkeit besonders gut regulieren und Gerüche absorbieren zu können.

Bei der Decke galt es als erstes ein passendes Brandschutzkonzept für das Bestandslokal zu entwickeln. Damit die alten Holzbalken an der Decke hervorgeholt werden können, musste dazwischen eine Brandschutzverkleidung aus Gipsfaserplatten angebracht werden. Darauf wurde ein sandfarbiger bzw. hellgrauer YOSIMA Lehmedelputz aufgebracht.

Mit farbigen YOSIMA Lehmputzen wurden auch die Wände im vorderen Ladenteil und ganz hinten gestaltet. Sie erhielten eine ziegelrote bzw. beige Farbgebung. Der ziegelrote Lehmputz sollte gemäss Farbkonzept ursprünglich sogar im ganzen hinteren Ladenteil verwendet werden, worauf aber vorerst verzichtet wurde. Die Farben der Lehmputze harmonieren besonders gut mit der für Basel typischen Brandmauer aus rotem Sandstein welche in aufwändiger Handarbeit freigelegt und mit traditionellem Sumpfkalkmörtel restauriert wurde.

Ungewöhnlich und geradezu spektakulär ist die Verwendung von Lehm als Bodenbelag (für ein Ladenlokal). Hier wurde auf einem bestehenden Zement-Unterlagsboden ein sogenannter Lehmspachtelboden aufgebracht. Die dünne Schicht aus farbigem YOSIMA Lehmmörtel wurde anschliessend mit einem mineralischen Öl aus natürlichen Rohstoffen versiegelt. Der neue Boden ist praktisch ebenso robust und pflegeleicht wie ein konventioneller mineralischer oder synthetischer Bodenbelag.

Für den rund 150 m2grossen Laden wurden insgesamt etwa 2 Tonnen Lehm verbaut. Die Arbeiten inklusive der Trockenzeiten dauerten gut zwei Monate und wurden von Thomas, Natalie und Iva ausgeführt.